Ehemalige Synagoge
Vom Gotteshaus zum Kulturzentrum
Wettbewerb 1. Preis
Bauherrenpreis Sonderpreis 2024
Die ehemalige Synagoge in St. Pölten wurde 1912/1913 nach Plänen der Architekten Theodor Schreier und Viktor Postelberg für die israelitische Kultusgemeinde errichtet, nachdem bereits 1863 ein Betraum in der ehemaligen Gasserfabrik bestanden hatte.
Der freistehende Zentralbau mit Kuppelraum, Galerieebene und angrenzendem Kantorhaus wurde 1938 während der Novemberpogrome schwer verwüstet, Einrichtung und Glasfenster wurden zerstört. Nach weiteren Kriegsschäden verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes über Jahrzehnte, bis 1980 eine erste Sanierung umgesetzt wurde.
Da Gebäude und Technik inzwischen stark gealtert waren, wurde ab 2021 eine behutsame Gesamtrestaurierung durch Bund, Land Niederösterreich, Stadt St. Pölten und Bundesdenkmalamt umgesetzt. Ziel war es, die bauliche Substanz zu sichern, Barrierefreiheit herzustellen und die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Museums- und Veranstaltungsbetrieb zu schaffen.
Dazu entstand ein transparenter, barrierefreier Foyerzubau mit neuem Eingang, Garderobe und Sanitäranlagen, die Galerieebenen wurden erschlossen und das Kantorhaus vollständig für Kulturvermittlung und das Institut für jüdische Geschichte adaptiert. Zudem wurden Dach, Haustechnik, Lüftung und Infrastruktur erneuert, Fassaden und Innenraum restauriert sowie akustische und sicherheitstechnische Verbesserungen umgesetzt.
Bauherrenpreis Sonderpreis 2024
Ort St. Pölten
Status Fertiggestellt
Typologie Kultur/Revitalisierung
Zeitraum 2024